Kultur & Brauchtum

Naturverbundenheit und lebendige Traditionen in Kombination mit Moderne – das ist die Anziehungskraft der Ferienregion Lenzerheide. Ihr breites Kulturangebot reicht von der mobilen Kulturplattform DAS ZELT mit seinen hochkarätigen Künstlern im Bereich Comedy, Theater und Musik über klassische Konzerte, «Talks am Berg» mit Personen des öffentlichen Lebens bis hin zu erstklassigen DJs. Daneben sind in der Ferienregion Lenzerheide auch Kultur und Brauchtum sehr präsent. Hier wird noch eigenhändig Käse hergestellt oder das traditionelle Bündner Trockenfleisch.

In der Schaukäserei im Bergrestaurant Tschugga in Parpan führt man Sie in die Geheimnisse der Käseherstellung ein.

In der Schaukäserei im Bergrestaurant Tschugga in Parpan führt man Sie in die Geheimnisse der Käseherstellung ein.

Einheimische Bäuerinnen backen mit Ihnen wie anno dazumal Holzofenbrot im alten Backhaus oder verwöhnen Sie an den beliebten Bäuerinnen-Abenden mit lokalen Spezialitäten. Zudem finden Sie historische Schätze aus der Zeit, als Graubünden noch aus einzelnen "Bünden" bestand. Erleben Sie die Ferienregion Lenzerheide – verwurzelt in ihren Traditionen und gleichzeitig offen für die Moderne.

Schaukäserei Tschugga

In der Schaukäserei im Bergrestaurant Tschugga in Parpan führt man Sie in die Geheimnisse der Käseherstellung ein. Lernen Sie alles rund um die Käseproduktion und machen Sie Ihren eigenen Käse. Nach einer Reifezeit im Käsekeller von etwa drei Wochen wird Ihnen Ihr Käse nach Hause geliefert. Nehmen Sie sich ca. 2 Stunden Zeit und bringen Sie etwas Ausdauer mit. Geeignet für Gruppen oder Familien, Kinder ab 7. Jahren.

Fleischtrocknereien

Trockenfleisch war in Europa früher eines der Grundnahrungsmittel der Bergbauern. Inzwischen ist es zu einem der teuersten Fleischstücke geworden. In Graubünden ist man stolz auf das regionale Bündner Trockenfleisch, das aus reinem Rindfleisch hergestellt wird.

Die Familie Brügger stellt noch heute auf traditionelle Weise ihr hochwertiges Bündnerfleisch her. Interessenten gewährt sie während einer Führung durch ihren Betrieb einen spannenden Einblick in die Produktion.

Bei der Fleischtrocknerei Bischofberger werden die beliebten Bündnerspezialitäten noch ohne technische und chemische Hilfsmittel hergestellt. Nach einem informativen und interessanten Rundgang durch die Trocknerei gibt es eine feine Bündner Platte zur Degustation und ein Glas Wein.

Das Origen Festival Cultural

Der Name Origen ist rätoromanisch und bedeutet Ursprung, Herkunft, Schöpfung − entsprechend ist das Festivalprogramm ein Bekenntnis zur kulturellen Kraft einer dreisprachigen Region, die vom Austausch lebt. Die Kulturinstitution Origen realisiert das alljährliche Origen Festival Cultural in Graubünden und widmet sich vor allem der Förderung und Produktion von neuem, professionellem Musiktheater. Origen hat ein eigenes Haus: Die Burg Riom, die 2006 zum Theater ausgebaut und eröffnet wurde. Origen ist ein vitales Zeugnis einer lebendigen Sprachgemeinschaft, die das Experiment Kultur immer wieder von neuem wagt. Das Festival findet seit 2008 jeden Sommer statt.

Bündner Kunstmuseum Chur

Die Sammlung des Bündner Kunstmuseums umfasst rund 8'000 Arbeiten aus allen Bereichen der Bildenden Kunst vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, vorwiegend von Bündner oder Schweizer Kunstschaffenden. Ein Teil der Bestände ist permanent in der Villa Planta ausgestellt. Mit umfassenden Werkgruppen sind Angelika Kauffmann, Giovanni Segantini, Augusto Giacometti, Giovanni Giacometti, Alberto Giacometti, Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner, die Gruppe «Rot-Blau» aber auch zeitgenössische Kunstschaffende wie Matias Spescha, Lenz Klotz, Not Vital, H. R. Giger, Pascale Wiedemann, Jules Spinatsch, Zilla Leutenegger oder Gabriela Gerber/Lukas Bardill vertreten. Im Annexgebäude finden jährlich etwa fünf bis sechs Ausstellungen zu zeitgenössischen und kunsthistorischen Themen statt.

Kirchner Museum Davos

Das Kirchner Museum Davos wurde 1992 eröffnet und beherbergt die weltweit grösste Sammlung seiner Werke. Das Museumsgebäude wurde von den Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer gebaut und findet in seiner schlichten, konsequenten Form in der internationalen Architekturszene grosse Beachtung. Das Museum ist ganzjährig jeweils von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Montags bleibt das Museum geschlossen.

Segantini Museum St. Moritz

Giovanni Segantini (1858–1899) gilt als bedeutender Künstler des realistischen Symbolismus und als grosser Erneuerer der Alpenmalerei im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der staatenlose Künstler zog 1894 von Savognin ins Engadin, nach Maloja. Als Segantini auf dem Schafberg hoch über Pontresina am Mittelbild seines Alpentriptychons Werden – Sein – Vergehen arbeitete, ereilte ihn überraschend der Tod. Schon 1908 wurde dem Künstler zu Ehren in St. Moritz das Segantini Museum errichtet und eröffnet – wo heute weltweit die umfangreichste Gruppe von Werken des Künstlers versammelt ist.

Burgruine Belfort

In der Burgruine Belfort bei Brienz/Brinzauls hat das Ortsmuseum Vaz/Obervaz im Sommer 2012 einen neuen Kräutergarten eröffnet. Im historischen Gemäuer gedeihen Gewürz-, Heil und Duftpflanzen, die wohl schon im Mittelalter genutzt wurden. Eine informative Broschüre zum Kräutergarten steht am Eingang zur Burg bereit. Die heute verträumte Stätte war in der Zeit vom 13. bis 14. Jahrhundert ein Brennpunkt der politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Organisationen des Landes, ihre Mauern waren erfüllt von pulsierendem Leben. Vor dem Burgtor führte eine der wichtigsten Verbindungsstrassen vorbei. Vor nunmehr schon 500 Jahren wurde die Burg Belfort im Vorfeld der Schlacht an der Calven (1499) gestürmt und niedergebrannt. Seither zerfiel der imposante Bau. Seine sanierten Ruinen erinnern zum einen an die erfolgreiche Selbstbehauptung der Bünde im Schwabenkrieg, zum anderen sind sie aber auch Denkmal ihrer Erbauer, der Freiherren von Vaz, des einst mächtigsten Geschlechts in Oberrätien.

Ausstellung Freiherren von Vaz in Brienz/Brinzauls

Eine kleine Ausstellung von erstaunlich historischer Grösse gibt Einblick in die Lebensgewohnheiten früherer Generationen.

Ortsmuseum in Zorten

Im Museum local Vaz wird das Leben und Werken der ursprünglich bäuerlichen Bevölkerung vom frühen 20. Jahrhundert an sowie die Entwicklung des Tourismus hin zum bekannten Kurort Lenzerheide-Valbella gezeigt. Die Sammlung umfasst Volkskunde, Landwirtschaft, Handwerk, Kirchengeschichte, Sport und Tourismus, eine vollständig eingerichtete Schmiede
und Wagnerei aus Muldain, die Mühle aus Zorten, eine Webstube mit einem Webstuhl aus Lain, an dem heute noch gearbeitet wird, eine Maiensäss-Küche und zahlreiche weitere Objekte. In der angegliederten Galerie «Sala Parpan» sind Skulpturen des Bildhauers Ferdinand Parpan, Ehrenbürger von Vaz/Obervaz, ausgestellt. Während jährlich wechselnden Sonderausstellungen sind hier jeweils auch Werke einheimischer Künstler zu sehen.

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